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  • Noller: Das war ein Ritt auf der Rasierklinge
  • Hermann Gaßner bleibt weiterhin an der Spitze
  • Spannende Kämpfe in allen Divisionen

Beim vierten der insgesamt zehn Läufe zum ADAC Rallye Masters, die gemeinsam mit der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) ausgetragen werden, gab es den ersten Gesamtsieg eines Masters-Teilnehmers in dieser Saison. Auf den ultraschnellen Asphaltprüfungen der AvD Sachsen Rallye (20. – 21. Mai 2016) rund um Zwickau waren Rainer Noller / Stefan Kopczyk (Abstatt / Heilbronn) in ihrem Porsche 911 GT3 am schnellsten unterwegs. Sie absolvierten die zwölf Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von 135,16 Kilometern in 1:11:05,9 Stunden. Damit lagen sie knappe 4,2 Sekunden vor Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen) im Skoda Fabia R5, den Siegern der DRM-Wertung. Zweitschnellstes Masters-Team waren Jürgen Geist / Fred Winklhofer (Wohlmuthausen / Pocking) in ihrem BMW M3 vor Philipp Knof / Anne Katharina Stein (Wülfrath / Wutha-Farnroda) im Citroen DS3 R3T. In der Zwischenwertung des ADAC Rallye Masters bleibt Hermann Gaßner (Surheim, Mitsubishi Lancer) vorn, obwohl er in Sachsen nicht an den Start ging. Er führt mit 75 Punkten vor Markenkollege Ron Schumann (Limbach-Oberfrohna) mit 63 Punkten und Konstantin Keil (Niestetal, Skoda Fabia R2) mit 61 Zählern.

Es war schon vorher klar, dass dies eine spannende Geschichte wird, denn die schnellen Pisten rund um Zwickau waren für die angetretene Porsche-Armada ein optimales Jagdrevier. Der amtierende deutsche Rallye-Meister und Lokalmatador Ruben Zeltner (Lichtenstein) war allerdings schon früh aus dem Favoritenkreis. Fahrwerks- und Getriebeprobleme am Porsche 911 GT3 bremsten ihn ein, eine zu viel gefahrene Runde auf dem Zuschauerrundkurs ‘Glück-Auf-Brücke’ mitten in Zwickau warf ihn dann endgültig weit zurück. “Mein Fehler, ich hätte besser auf meine Frau und Co-Pilotin hören sollen”, bekannte Zeltner. Die Samstagsetappe begann er mit zwei Bestzeiten. “Dann war ich vor einer Kurve zu optimistisch und rutschte in den Graben”, erklärte er seinen Ausfall.” Noller übernahm das Zepter und gab die Gesamtführung und damit auch den Sieg in der Division 3 bis ins Ziel nicht mehr ab. “Ich bin total überwältigt und hab keine Worte mehr. Das ist der größte Tag in den 28 Jahren, in denen ich jetzt schon Motorsport betreibe”, strahlte der Schwabe im Ziel und ergänzte, “Ich hab schon so viel gemacht, aber ich war noch nie so nah am Limit. Das war ein Ritt auf der Rasierklinge, aber es hat sich gelohnt.”

Mit dem zweiten Rang in der Division 3 sicherte sich Jürgen Geist im BMW M3 auch den Platz als zweitbestes Masters-Team der Gesamtwertung in Sachsen. Nach einer durchwachsenen Veranstaltung reichten Timo Grätsch (Handewitt) die Punkte für Rang sieben um im BMW M3 die Führung in der Divisionswertung zu verteidigen.

In der Division 2 ließ Hermann Gaßner den Lauf in Sachsen aus, dennoch konnte er die Führung in der Division und auch in der Masters-Gesamtwertung weiter behaupten. In Sachsen kämpften Raphael Ramonat (Trusetal) und sein Mitsubishi Lancer-Markenkollege Ron Schumann hart um den Sieg. Nach zwei Reifenschäden fiel Schumann weit zurück, konnte sich aber wieder bis auf den dritten Divisionsrang nach vorne kämpfen. Die gewonnen Punkte reichten um in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz nach vorne zu kommen. “Nachdem der erste Frust über die beiden Reifenschäden weg war, haben wir nochmals attackiert, uns noch etwas nach vorne gefahren und so wichtige Punkte gesammelt”, erklärte der Sachse.

Die Division 4 ging an Philip Knof im Citroen DS3 R3T max, der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport gewann in Sachsen auch die 2WD-Wertung innerhalb der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft). Zu Beginn lag Carsten Mohe (Crottendorf) vorne, musste aber nach einem Unfall mit dem Renault Clio R3T aufgeben. Mohe rutschte dadurch von Rang zwei auf Platz sechs der Masters-Wertung ab. Der bestplatzierte Pilot der Division 4 in der Masters-Gesamtwertung ist nun Hermann Gaßner Junior (Surheim), der seinen Toyota GT86 in Sachsen auf Rang zwei fuhr.

Nach dem Ausfall von Lokalmatador Julius Tannert (Lichtentanne, Opel Adam R2) übernahm sein britischer Teamkollege Chris Ingram die Führung in der Division 5 und fuhr zum Klassensieg. Mit Rang zwei hinter dem Werks-Opel schob sich der Nordhesse Konstantin Keil (Niestetal) im Skoda Fabia R2 auf den dritten Platz der Masters-Gesamtwertung. Keil: “Bei der starken Besetzung unserer Division hier wäre ein dritter Platz schon richtig gut gewesen, aber so ist Rang zwei wirklich ok, wenn uns auch durch den Sieg von Ingram wichtige Punkte verloren gehen.”

In der Division 6 für die leistungsschwächsten Fahrzeuge des ADAC Rallye Masters ging der Sieg an Rigo Schneider / Karsten Sonntag (Mülsen / Zwickau) in ihrem Honda Civic. Für Nico Knacker (Siedenburg), den Youngster des ADAC Weser-Ems, reichte im Citroen DS3 R1 der fünfte Rang, um die Divisionsführung zu verteidigen. Zwischen ihm und Jonas Rinke (Landau, Suzuki Swift) dürfte es bei der fünften Saisonrunde in Stemwede noch einen spannenden Kampf um die Halbzeitführung in der Division 6 geben.

Quelle: ADAC Presseportal | Fotocredit by RBHahn

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