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  • Porsche-Pilot Rainer Noller ist Schnellster bei S-DMV Thüringen Rallye
  • Hermann Gaßner baut Führung im ADAC Rallye Masters aus
  • Keil verteidigt trotz Ausfall den zweiten Platz

Im Osten Thüringens, rund um Pößneck, wurde der sechste von insgesamt zehn Läufen zum ADAC Rallye Masters durchgeführt, die gemeinsam mit der DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) ausgetragen werden. Im Ziel der S-DMV Thüringen Rallye (15.-16. Juli 2016) waren die Schwaben Rainer Noller / Stefan Kopczyk (Abstatt / Heilbronn) das schnellste Team im ADAC Rallye Masters. Hinter der DRM-Spitze, angeführt von Fabian Kreim im Skoda Fabia R5, belegte Noller im Porsche 911 GT3 den vierten Gesamtrang. Den zweiten Platz der Masters-Wertung belegen Jürgen Geist / Sebastian Glatzel (Wohlmutshausen / Affalterbach) im BMW M3 vor Stephan Wild / Detlef Ruf (Backnang / Rennertshofen) in einem weiteren M3. In der Gesamtwertung des ADAC Rallye Masters konnte Hermann Gaßner im Mitsubishi Lancer seine Führung ausbauen. Der Titelverteidiger führt nun mit den maximal möglichen 125 Zählern vor Konstantin Keil (Niestetal, 86 Punkte) im Skoda Fabia R2 und Mitsubishi-Pilot Ron Schumann (Limbach-Oberfrohna), der sich nun bis auf 84 Punkte heranschob.

Um eine absolute Chancengleichheit zu garantieren werden die Punkte im ADAC Rallye Masters in fünf leistungsgerecht eingeteilten Divisionen vergeben. Dadurch ist sichergestellt, dass die Punkte für die Platzierung in der Division 6 für die schwächsten Fahrzeuge ebenfalls je Lauf maximal 25 Punkte betragen wie für den Sieg in der Division 2 für die turbobefeuerten Allrad-Boliden.

Die Division 2 war sportlich fest in der Hand von Raphael Ramonat (Trusetal). Im Mitsubishi Lancer übernahm er vom Start weg die Spitze, eine gebrochene Antriebswelle kostete dann fast den gesamten Vorsprung. Auf der Zielrampe wurde er noch als Divisionssieger geehrt, mit einem Problem an der Bremsanlage wurde er nach der technischen Nachuntersuchung ausgeschlossen. So erhielt Hermann Gaßner, diesmal gemeinsam mit Jasmin Noll (Hungen) unterwegs, die vollen Punkte und konnte sich in der Masters-Gesamtwertung weiter absetzen. “Mit Blick auf die Masters-Wertung wäre mir der sichere zweite Platz lieber gewesen, wie ein Sieg, für den ich ein sehr hohes Risiko hätte eingehen müssen”, sagte der zweifache Champion des ADAC Rallye Masters. Durch die Disqualifikation von Ramonat schob sich Ron Schumann auf den zweiten Platz und verbesserte sich in der Masters-Tabelle auf Rang drei. “Wir hatten versucht viel am Auto zu optimieren, dadurch bin ich aber nicht so richtig ans Fahren gekommen.”

Die schnellsten Teilnehmer aus dem ADAC Rallye Masters kamen diesmal aus der Division 3. Vom Start weg übernahm der amtierende Rallye-Meister Ruben Zeltner (Lichtenstein) im Porsche 911 GT3 die Führung, auf der Samstagstappe kam das vorzeitige Aus. “Im fünften Gang ist ohne Vorwarnung das Heck ausgebrochen, bei dem anschließenden Ausritt in den Graben wurde der Kühler so beschädigt, dass wir aufgeben mussten”, erklärte Zeltner. Den Sieg sicherte sich anschließend Noller, der sich dabei aber die Unterstützung von Gaßner und Zeltner sicherte. “Ganz großen Dank an dieser Stelle an Ruben Zeltner und Herman Gaßner mit ihren Teams. Sie haben in der Mittagspause unseren gebrochenen Motorhalter geschweißt und damit unsere weitere Teilnahme gesichert.” Der Schwabe ergänzte, “dieser Sieg im Masters ist mir sehr viel Wert.” Die Führung in der Division 5 verteidigten Timo Grätsch / Alexandra Gawlick (Handewitt) in ihrem BMW M3. “Platz fünf sind wir absolut zufrieden. Mit unserem Auto haben wir gegen die Porsche und die starken M3 einfach keine Chance.”

Die Wertung in der Division 4 ging an Philipp Knof / Anne-Katharina Stein (Wülfrath / Wutha-Farnroda) im Citroen DS3 R3T Max, die sich damit in der Masters-Gesamtwertung in die Top-Ten schoben. “Das waren wichtige Punkte”, strahlte der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport.

Die Division 5 wurde dominiert vom Lokalmatadoren René Sebesta (Ranis). Mit Co-Pilot Sebastian Klett (Gössnitz) startete er in einem Opel Adam R2, “den Start hab ich mir quasi zu meinem 40. Geburtstag geschenkt. Obwohl ich ja immer nur sporadisch am Start bin, es macht einfach riesigen Spaß.” In der Gesamtwertung fuhr er bis auf den starken dreizehnten Gesamtrang nach vorne. Doppelt erwischte es den Divisions-Leader Konstantin Keil (Niestetal) und seinen Co-Piloten Bernd Hosse (Witzenhausen). Ein Schaden an der Antriebswelle des Skoda Fabia R2 warf sie auf der Freitagsetappe weit zurück. Am Samstag kam nach einem Überschlag, “wir haben uns in Zeitlupe übers Dach gerollt”, das endgültige Aus. Trotz der Nullrunde verteidigte Keil seinen zweiten Platz in der Masters-Zwischenwertung.

Rigo Sonntag (Mülsen) und Karsten Schneider (Zwickau) gewann im Honda Civic die Wertung der Division 6 vor Jonas Rinke / Alexa Brunken (Landau / Eschbach) im Suzuki Swift. Mit seinem besten Saisonresultat schob sich der Pfälzer auf den siebten Platz in der Gesamtwertung des ADAC Rallye Masters.

Quelle: ADAC Presseportal | Fotocredit by RBHahn

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